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Serie: Digitale Chancen und Risiken für Seniorinnen und Senioren
II: Senioren-Smartphones

Zum Artikel I: Informations- und Kommunikationstechnologie

Ein extra Smartphone für Seniorinnen und Senioren? Tut es nicht ein herkömmliches Gerät? Ob ein Senioren-Smartphone Vorteile bietet, hängt vor allem von den Gewohnheiten und Bedürfnissen der Nutzer ab.

Mal eben eine Kurznachricht an die Familie schicken oder mit den Nachbarn einen Termin vereinbaren, auf dem Städtetrip mit dem Navigationsgerät in der Tasche orientieren, nebenbei brilliante Fotos machen - die Möglichkeiten von Smartphones sind vielfältig und attraktiv und gerade auch für Seniorinnen und Senioren sehr praktisch. Wer jedoch im höheren Alter in die Smartphone-Nutzung einsteigt, kann leicht überfordert sein: Unübersichtliche Funktionen, zu kleine Symbole auf dem Touchscreen, die schlecht zu bedienen sind und eine unverständliche Menüführung machen das Smartphone eher zu einem Buch mit sieben Siegeln als zu einem hilfreichen Gerät im Alltag.

Senioren-Smartphones sollen beides vereinbaren: Die Nutzung praktischer und individuell bezogener Funktionen und Apps und eine leichte Bedienbarkeit. Sie sollten besondere Voraussetzungen und Bedürfnisse wie z.B. Schwerhörigkeit und Beeinträchtigungen des Sehvermögens oder auch eine geringere Beweglichkeit und Sensibilität in den Fingern berücksichtigen.

Vielfältige Funktionen
Wie jedes Smartphone sollte auch das Seniorensmartphone die Möglichkeit bieten, zumeist kostenfreie Apps aus dem umfangreichen PlayStore von Google zu laden. Mit Gesundheits-Apps können Gesundheitsdaten wie Blutdruck oder Blutzuckerspiegel erfasst und ausgewertet und zum Teil an den Hausarzt weitergeleitet werden. Schrittzähler oder auch eine Erinnerungsfunktion für die regelmäßige Einnahme von Medikamenten können so installiert werden. Die Vielfalt der Möglichkeit zur Gesundheitsvorsorge über Apps ist groß. Auch für die Orienterung kann das Smartphone nützlich sein: Per Sprachansage führt es beispielsweise zum nächsten Ziel. Mit speziellen GPS-Ortungs-Apps kann das Senioren-Smartphone als Sicherheitssystem dienen: Durch eine direkte Ortung des Smartphones lässt sich der Aufenthaltsort des Trägers bestimmen – insbesondere im Notfall. Die Verbindungssuche im Öffentlichen Personenverkehr und die Anzeige von Kontaktdaten und Öffnungszeiten sind ebenfalls praktische Anwendungen.

Besondere Ansprüche
Zusätzlich soll das Senioren-Smartphone in der Bedienbarkeit einen hohen Komfort mitbringen: Zwar lassen sich auch in nahezu allen Smartphone-Modellen Schrift-, Symbolgröße und Kontrast einstellen, jedoch bleibt die Menüführung häufig unübersichtlich. Außerdem sollte das Senioren-Smartphone auch für Hörgeschädigte einsetzbar sein, also kompatibel mit einem Hörgerät verwendet werden können. Hilfreich ist auch eine einfache Möglichkeit, das Gerät beispielsweise auf einer Ladestation aufzuladen. So sparen sich Seniorinnen und Senioren den friemeligen Umgang mit den nur einseitig einsteckbaren Micro-USB-Anschlüssen. Zwei Hersteller haben sich bei der Vereinbarkeit dieser Voraussetzungen als Marktführer auf dem Gebiet der Senioren-Smartphones durchgesetzt: Der schwedische Hersteller Doro sowie der österreichische Telekommunikationskonzern Emporia.

Zwei Hersteller als Vorreiter
Die Modelle Doro bieten eine vereinfachte Oberfläche, die schon direkt vom Start-Screen aus Zugang zu den wichtigsten Telefonfunktionen und Kontakten bietet. Das Gerät ist auch mit Hörgerät nutzbar und setzt den Fokus auf lauten und klaren Klang. Im Paket enthalten ist dazu eine Ladestation, welche den Ladevorgang ohne das hantieren mit kleinen Kabeln möglich macht. Mit der Notruftaste auf der Rückseite des Smartphones kann man eine Notfall-SMS an alle Kontakte senden, die in der vorher eingestellten Notfallnummernliste eingespeichert sind. Das Telefon versucht daraufhin nacheinander einen der Kontakte in dieser Liste telefonisch zu erreichen.

Bei Emporia wird das Smartphone mit einer stark angepassten Benutzeroberfläche angeboten. Der Umstieg von gewöhnlichen Tasten-Geräten wird durch ein Tastatur-Cover erleichtert, das auf den Touchsreen geklappt werden kann und die Bedienung über die Tastatur wie ein normales Tastentelefon ermöglicht. Auch  das Emporia besitzt eine Ladeschale, zum einfachen Aufladen des Geräts sowie eine Notfall-Taste auf der Rückseite, die der Reihe nach bis zu fünf selbstbestimmte Kontakte über einen Notfall alamiert.

Derzeit verfügbaren Modelle, einen Überblick über die Preise und Testergebnisse finden Sie hier

 

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