Unterstützung für Menschen mit Demenz – Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung im Portrait

Die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen zu verbessern und die Grundlagenforschung zu Demenz zu fördern, das ist das Hauptanliegen der Hans und Ilse Breuer-Stiftung, die im Jahr 2000 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Auffällig hierbei ist ihr Engagement.

Bereits seit 2006 verleiht die Stiftung den mit 100.000 Euro dotierten Alzheimer-Forschungspreis, mit dem bislang 19 Preisträger gewürdigt wurden. Ausgezeichnet werden demnach Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Alzheimerforschung, der Demenzforschung sowie der Erforschung ähnlicher neurodegenerativer Erkrankungen. Mögliche Themengebiete umfassen die Grundlagenforschung, klinische Forschung und Versorgungsforschung einschließlich der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte.

Ebenfalls seit 2006 hat die Stiftung bereits 30 Promotionsstipendien an den naturwissenschaftlichen Nachwuchs vergeben. Zusätzlich schreibt die Stiftung seit 2020 einen Sonderpreis für herausragende Publikationen im Forschungsbereich Demenz für Nachwuchsforscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) aus, mit dem die Stiftung eng zusammenarbeitet.

Die Verleihung der Preise erfolgt traditionell im Rahmen einer wissenschaftlichen Fachveranstaltung wie beispielsweise dem Eibsee-Meeting, einem Alzheimer-Kongress, der rund um das Kuratoriumsmitglied der Stiftung Prof. Christian Haass, Experten aus der ganzen Welt zusammenbringt, und der von der Hans und Ilse Breuer-Stiftung in Kooperation mit dem DZNE und dem Excellenzcluster SyNergy ausgerichtet und finanziert wird.

Das „StattHaus Offenbach“ als Modellprojekt

Vor elf Jahren wurde die Entscheidung getroffen, als Modellprojekt ein Beratungs- und Informationszentrum zum Thema Demenz aufzubauen und Räumlichkeiten für eine ambulant betreuten Wohngruppe in Offenbach zu schaffen. 2014 konnten neun Menschen mit Demenz in das „StattHaus Offenbach“ einziehen. In geteilter Verantwortung wird dort die Wohn-Pflege-Gruppe gemeinsam von Angehörigen, einem ambulanten Pflege- und Betreuungsteam, freiwilligen Helfern sowie von der Stiftung als Vermieter organisiert und begleitet.

Hilfesuchende finden im StattHaus Angebote für Betroffene und Angehörige, die von Beratungen, Seminaren und Informationsveranstaltungen bis hin zur Tagesbetreuung reichen. Offensichtlich hat dieses Konzept Erfolg. Die Stiftung wurde zwischenzeitlich vom Land Hessen als „Stiftung des Jahres 2016““ ausgezeichnet. Dr. Katja Bär, Vorstand der Hans und Ilse Breuer-Stiftung resümiert: „Die Erfolge der zurückliegenden 20 Jahre sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich, unser Engagement stetig weiterzuentwickeln und uns auch in Zukunft mit aller Kraft für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen einzusetzen.“

Hans und Ilse Breuer-Stiftung
StattHaus Offenbach

Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

 

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