Trimm-Dich im Alter!

Leibesübungen sind wichtig. Auch draußen. Für das Freilufttraining im Alter hat das Grünflächenamt in Frankfurt ganze vier Sportanlagen aus dem Boden gestampft. Seniorenagentur Frankfurt hat sich diese Fitnessanlagen genauer angeschaut.

Das Frankfurter Grünflächenamt hat in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Hochschule Geisenheim die tatsächlichen Bedürfnisse und Freizeitgewohnheiten von Menschen über 50 Lebensjahren genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Untersuchung: Die Frankfurter Senior*innen wollen verständlicherweise bei ihren Übungen nicht gerne beobachtet werden und scheuen besonders die Konkurrenz zu Kindern. Zweitens: Die älteren Mitmenschen schätzen ein übersichtliches Gelände mit sozialer Kontrolle. Aufgrund dieser Aussagen setzte sich die Stadt Frankfurt zum Ziel, über das Stadtgebiet verteilte attraktive Senioren-Fitnessanlagen zu schaffen, welche speziell auf den Nutzerbedarf der Best Agers abgestimmt sind. In der Regel werden diese Fitnessanlagen in bereits bestehende Grünanlagen oder Parks integriert“, so heißt es von offizieller Seite.

Senioren-Fitnessanlage im Elli-Lucht-Park / Quelle: wiki

Senioren-Fitnessanlage Elli-Lucht-Park

Die erste zu erwähnende Fitnessanlage für die jungen Alten ist der Elli-Lucht-Park in der Kelsterbacher Straße im Stadtteil Niederrad. Das Parkgelände von rund drei Hektar Ausdehnung wurde im Jahr 1985 von der Stadt Frankfurt eingerichtet. Erst 26 Jahre später kam die rund 400 Quadratmeter große Seniorenfitnessanlage dazu. Sie beinhaltet einen Parcours mit Geräten für die Trainingsbedürfnisse älterer Menschen. An acht Geräten kann die sportbegeisterte Generation 60 plus nach ihren Aufwärmübungen wichtige sportphysiologische Funktionen trainieren. Die Geräte sind daher so konstruiert, dass sie auch mit Einschränkungen benutzbar sind und ein Trainingseffekt erreicht werden kann. Die gesamte Anlage verfügt über einen ebenen Zugang zu allen Geräten, genügend Platz zwischen den Geräten sowie große und durch Piktogramme leicht verständliche Tafeln mit Übungsanleitungen. Am Eingang zur Anlage steht eine Übersichtstafel, die über die allgemeine Benutzung des Parcours informiert. Die abgewandelte „Frankfurter Seniorenbank“ ist ebenfalls den Bedürfnissen der Senioren angepasst. Sie hat eine etwas erhöhte Sitzfläche, eine Rückenlehne, die das gerade Sitzen unterstützt, und Armlehnen, die zum Aufstützen geeignet sind.

Senioren-Fitnessanlage Hafenpark (vorne Skatepark) / Quelle: wiki

Senioren-Fitnessanlage Hafenpark

Der Hafenpark ist ein vier Hektar großes Sport- und Freizeitgelände im Frankfurter Ostend, am nördlichen Mainufer zwischen Deutschherrnbrücke, Mayfarthstraße und Honsellstraße. Der neue Hafenpark bietet ein kostenloses, Generationen übergreifendes Sportangebot für alle, die sich gerne an der frischen Luft bewegen, meldet die Stadt. Im Juli 2013 wurde der erste Teil des Hafenparks, das sogenannte Sportband, eröffnet. Hier liegen die Skateanlage, verschiedene multifunktionale Spielfelder und zwei Fitnessbereiche. Einer davon ist speziell auf die Bedürfnisse von Senior*innen ausgerichtet. Diese altersgerechte Fitnessanlage liegt gleich am östlichen Eingang des Parks. Zurzeit führt noch eine geschotterte Baustraße von der Ruhrorter Werft zum Hafenpark. Der Park entstand durch die gartenarchitektonische Neugestaltung von Brachflächen. Diese waren entstanden im Rahmen des Neubaus der Europäischen Zentralbank und der damit verbundenen Brücken- und Straßenrenovierungsarbeiten sowie durch den Neubau der Osthafenbrücke und deren verkehrstechnische Anbindung an das Straßen- und Wegenetz. Der Hafenpark ist in den Frankfurter Grüngürtel und dessen Netz von Rad- und Wanderwegen eingebunden, ein Abschnitt des Grüngürtel-Rundwanderwegs führt am Westrand des Parks entlang. Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr in Frankfurt am Main besteht über den rund 500 m nördlich gelegenen Frankfurter Ostbahnhof. „Nach Abschluss der Bauarbeiten für das Wiesenband des Hafenparks im Sommer 2014 wird die Senioren-Fitnessanlage sehr gut vom Main und von der Hanauer Landstraße bzw. der Holzmannstraße aus erreichbar sein. Die Sportgeräte sind von einer Hecke umgeben und von außen bzw. von den Sportfeldern her gut blickgeschützt“, berichtet die Stadt Frankfurt weiter.

Stretching im Freien / Quelle: wiki

Senioren-Fitnessanlage Riedhalsstrasse

Die rund 400 Quadratmeter große Anlage im Stadtteil Harheim beinhaltet auch einen Parcours mit Geräten für die Trainingsbedürfnisse älterer Menschen. An gleich zehn Geräten können die aktiven Senior*innen nach ihren aufwendigen Aufwärmübungen wichtige sportphysiologische Funktionen trainieren. Da die Geräte speziell für die Generation 60plus geeignet sind, wurde bei der Auswahl darauf geachtet, dass sie möglichst keine Fehlbedienung sowie Überforderung oder Überbelastung der Gelenke zulassen. Die Geräte sind der Reihe nach angeordnet, beginnend mit zwei Ganzkörpertrainern für das Ausdauertraining. Dann folgen zwei Geräte für das Krafttraining der Bein- und Brustmuskulatur. Danach sind die beiden Geräte für die Beweglichkeit der Rücken- und Schulterpartie sowie die „Schwebende Plattform“ angeordnet. Hier kann das Gleichgewicht geschult werden. Weiter geht es zur Dehnstation, die den sanften Ausklang des Trainings darstellt. Die beiden nachfolgenden Geräte, die Pedalostrecke und vor allem die Balancierstrecke, setzten einen fortgeschrittenen Trainingszustand voraus. Weitere Informationen zu dieser Sportanlage werden in diesem Video (Youtube) vorgestellt.

Rose-Schlösinger-Anlage am Bornheimer Hang / Quelle: wiki

Senioren-Fitnessanlage Rose-Schlösinger-Anlage

In der Rose-Schlösinger-Anlage im Stadtteil Bornheim wurde der erste öffentliche Bewegungsparcours in Frankfurt am Main gebaut, der speziell für die Nutzung der älteren Generation ausgelegt wurde. Die Fitnessanlage befindet sich im südwestlichen Teil des Parks nahe der Kettelerallee mit weitem Ausblick, ist aber trotzdem aus dem Zentrum der Anlage abgerückt. Auf rund 550 Quadratmetern sind hier insgesamt acht Fitnessgeräte angebracht, die für moderate Bewegungen ausgelegt sind und somit auch Untrainierte leicht ausführen können. Dabei sollen wichtige sportphysiologische Funktionen trainiert werden. Der verantwortliche Landschaftsarchitekt Jobst Seege aus Hofheim ergänzt auf seiner Website dazu: „Mit dieser Anlage wurde das bewährte Konzept für Fitnessanlagen mit einem Fokus auf Senioren eingeführt. Ebene, hindernissfreie Wegeflächen ermöglichen ein sicheres Erreichen der Fitnessgeräte. Die einzelnen Geräte werden durch große und übersichtliche Informationstafeln erklärt, auf denen die unterschiedlichen Übungen mit eindeutigen Symbolen dargestellt sind.“ (RA)

Kontakt:
Grünflächenamt
Adam-Riese-Straße 25
60327 Frankfurt am Main
Tel: 069 / 212 309 91
E-Mail: gruenflaechenamt@stadt-frankfurt.de

Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main.

 

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