Pop-Art der Extraklasse – Heiner Meyer

Pro Jahr werden in der Frankfurter Galerie Barbara von Stechow bis zu zehn Ausstellungen konzipiert. Aktuelles Highlight sind die Arbeiten des Künstlers Heiner Meyer.

 

Wo trifft Marilyn Monroe und Audrey Hepburn den rosaroten Panther? In der Galerie Barbara von Stechow. Dort, im Frankfurter Westend, präsentiert die Galerie die Winterausstellung „The Passage of Mirage“ von Heiner Meyer. Porträts aktueller Filmstars und solcher der 50er Jahre, Mickey Mouse und andere Comicfiguren, Autos und Zeichen bekannter Modemarken, all das sind immer wiederkehrende Versatzstücke der Bildsprache des Künstlers Heiner Meyer. Es sind vor allem die Helden der Kindheit der jetzt 60- bis 70-Jährigen, die aus der Vergangenheit grüßen. Denn woher sollen Jüngere das HB-Männchen der Zigarettenwerbung oder Pink Panther kennen? Auch andere Bild-Motive wie Fix & Foxi, Donald Duck, der Spinat essende Seemann Popeye, sie alle grüßen aus der Ferne. In ähnlicher Weise wie in seiner Malerei, beschäftigt er sich auch in der Bildhauerei mit dem Thema Mainstream und Konsum. Statussymbole oder Comicfiguren werden hier ihrem Kontext entnommen und als Bronzegüsse oder Holzskulpturen in Szene gesetzt. So entstanden beispielsweise 2014 in Zusammenarbeit mit Chanel und dem Hamburger Magazin Tush zwei große Skulpturen zum Thema Chanel No. 5.

Bereits mit 19 Jahren eröffnete der 68-Jährige seine erste Einzelausstellung in Münster. Ab 1973 arbeitete der Bielefelder Pop-Art-Meister und Bildhauer bei keinem Geringerem als bei Salvador Dalí als Assistent im spanischen Port Liggat. Anschließend, von 1977 bis 1983, studierte er freie Kunst an der HBK Braunschweig bei Prof. Karl Schulz und Prof. Malte Sartorius. Meyer erhielt als freier Künstler zahlreiche Stipendien und Preise und zeigt seine Werke auch in internationalen Ausstellungen. Besonders gefragt sind seine Arbeiten auf dem amerikanischen Markt. Eine vom Modeunternehmen Tommy Hilfiger angekaufte Großskulptur Meyers etwa zierte im September 2014 sogar die Titelseite des renommierten Magazins Architectural Digest.

Kurzum: Die Arbeiten Heiner Meyers mit seinen Motiven aus der Pop-Art bringen eine neue und gewaltige Portion Energie an die Wände der Galerie von Stechow. Auch hier setzt sich sein subtiler Humor durch, Gesellschaftskritisches scheint eher verhalten auf. Es ist eine fröhliche Kunst eben. Das Ganze ist sehenswert.

Wann:
Dauerausstellung bis 04.11.2021
Di. – Fr., 11:00 – 18:00 Uhr
Sa., 11:00 – 16:00 Uhr

Wo:
Galerie Barbara von Stechow

Kontakt:
Barbara von Stechow
Galerie Barbara von Stechow
Feldbergstraße 28
60323 Frankfurt am Main
Tel: 069 / 722 244
E-Mail: mail@galerie-von-stechow.com

Anmeldung:
Nicht erforderlich

Kosten:
Keine

Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main.

 

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