Kara Walker : „A black hole is everything a star longs to be“

Für die Ausstellung „A Black Hole Is Ever­y­thing a Star Longs to Be“ öffnet die US-amerikanische Künstlerin erstmals ihr Archiv und zeigt in der Schirn Frankfurt rund 650 Arbeiten sowie eine Auswahl ihrer Filme.

Die Schirn Frankfurt präsentiert noch bis zum 16. Januar 2022 Kunstwerke der Künstlerin Kara Walker, deren Arbeiten provokativ Rassismus, Sexismus und andere Formen der Unterdrückung und Gewalt behandeln. Ergänzend dazu zeigt die Schirn drei Videos der US-Amerikanerin. In Ihren filmischen Arbeiten verbinden sich Aspekte aus Walkers künstlerischem Schaffen.

Von der Sklaverei bis zu Barack Obama

Rückblick: Für Furore sorgten ihre Scherenschnitte und raumgreifenden Skulpturen, die provokativ und eindrücklich Rassismus, Sexismus Unterdrückung und Gewalt in den Fokus nehmen. So sind ihre Werke Austragungsort graphischer Denkprozesse und zugleich Mittel der Satire und Karikatur. „Unerbittlich rüttelt Walker an Geschichtsbildern, befragt in radikaler Offenheit und drastischer Bildersprache Rassismus und sexuelle Gewalt“, heißt es dazu auf der Homepage der Frankfurter Kunsthalle. Dabei bezieht sich die 51-jährige Künstlerin immer wieder auf historische wie aktuelle Ereignisse und Themen – von der Sklaverei bis zur Präsidentschaft von Barack Obama. Auch macht Walker bis heute anhaltende Konflikte und Traumata sichtbar und verhandelt schonungslos die Entstehung der kollektiven sowie der eigenen Identität.

Von Fitzgerald bis zu Grace-Jones

Und was hört Kara Walker während ihres Schaffens in ihrem Studio? Ein persönlicher Soundtrack von ihrer Tochter, der Autorin und Künstlerin Octavia Bürgel zu ihrer aktuellen Ausstellung bewegt sich passenderweise durch eine Reihe von Szenarien und verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die ausgestellten Werke. Musik von Ella Fitz­ge­rald, über Gil Scott-Heron und Grace Jones, bis hin zu den schwermütigen Klängen von Massive Attack aus Bristol und Klein aus Süd London, unterbrochen von Ranking Ann, der Sängerin, die in den 1970 er Jahren in der Londoner Dance­hall-Community ihre Anfänge hatte, reicht hier das Repertoire. Bitte hören! (SK)

Wann:
10:00-19:00 Uhr (Di, Fr bis So)
10:00-22:00 Uhr (Mit und Do)

Wo:
Schirn Kunsthalle

Kontakt:
Schirn Kunsthalle
Römerberg
60311 Frankfurt am Main
Tel: 069 / 299 882 0
E-Mail: welcome@schirn.de

Anmeldung:
Nicht erforderlich

Kosten:
12 € (ermäßigt 10 €)

Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main.

 

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