Ausstellung: Paula Modersohn-Becker – Mut zur nackten Tat

Ab Oktober widmet sich die Schirn dem Gesamtwerk der Künstlerin Paula Modersohn-Becker und zeigt, wie sich eine junge Malerin über gesellschaftliche und künstlerische Konventionen ihrer Zeit hinwegsetzte und so eine große Wegbereiterin der Moderne wurde.

Unter den rund 120 Gemälden und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen der früh verstorbene Malerin Paula Modersohn-Becker (1876–1907), die die Schirn Kunsthalle Frankfurt zusammen getragen hat, befinden sich Hauptwerke, die heute als „Ikonen“ der Kunstgeschichte gelten. Eines dieser Aushängeschilder ist ein Gemälde, das seinerzeit einer Revolution gleichkam. Eine Frau, die sich nackt malt, damit sie jeder angucken kann? Unvorstellbar. Dieses Bild auszustellen war in der prüden Kaiserzeit keinesfalls realisierbar, weshalb das Kunstwerk erstmals zwölf Jahre nach ihrem Tod in der neuen deutschen Republik publiziert und erst 1922 dem Publikum öffentlich zugänglich war.

Paula Moderson Becker Selbstbildnis am 6 Hochzeitstag 1906Genauer gesagt ist hier vom „Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag“ die Rede, das die Künstlerin mit einer Widmung in der rechten unteren Bildecke am 25. Mai 1906 malte. Das Dreiviertelporträt ist eines der angeblich ersten weiblichen Selbstakte der Kunstgeschichte, die Modersohn-Becker in Paris von sich schuf. Zuvor hatten nur männliche Künstler den Blick auf den entblößten weiblichen Körper gewagt. Ihr Mut zur nackten Tat zeigt heute Wirkung. Kaum eine andere deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen solch legendären Status erreicht, wie Paula Modersohn-Becker. Aber, sehen Sie selbst! Die Ausstellung geht noch bis zum 06. Februar 2022.

Wann:
10:00-18:00 Uhr (Dienstag, Freitag – Sonntag)
10:00-22:00 Uhr (Mittwoch und Donnerstag)

 

 

Wo:
Schirn Kunsthalle Frankfurt

Kontakt:
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt am Main
Tel: 069 / 299 882 0
E-Mail: welcome@Schirn.de

Kosten:
12 € (Vorverkauf gestartet)

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Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main.

 

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