Corona-Impfung – Senioren im Blick

Die Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt, Daniela Birkenfeld, hat in einem Schreiben dazu aufgefordert, bei der Impfung alle Senior*innen zu berücksichtigen. Infos zum Ablauf im Überblick.

Die CDU-Politikerin Daniela Birkenfeld forderte dazu auf, nicht nur Senior*innen in Pflegeheimen impfen zu lassen, sondern Menschen im betreuten Wohnen und die allein lebenden Seniorinnen und Senioren dabei nicht zu vergessen. So leben derzeit in Frankfurt offiziellen Angaben zufolge insgesamt 35.539 Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Nur ein kleiner Teil der Senior*innen lebt in Pflegeheimen; in Frankfurt sind es 4.600. Etwas mehr Senior*innen leben weitgehend selbständig im Betreuten Wohnen, nämlich 5.670.

Wer wann geimpft werden soll

Die aktuelle Impfverordnung sieht demnach drei Gruppen vor, die zuerst geimpft werden sollen: In der ersten Gruppe (höchste Priorität) befinden sich die über 80-Jährigen, sowie alle Personen, die ambulant oder stationär in der Pflege tätig sind sowie das Personal aus medizinischen Einrichtungen.

In der zweiten Gruppen (hohe Priorität) finden sich über 70-Jährige und Personen, bei denen wegen Vorerkrankungen ein Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion besteht, zum Beispiel Personen mit Trisomie oder Demenzkranke und Menschen mit geistiger Behinderung.

In der dritten Gruppe (erhöhte Priorität) finden sich über 60-Jährige, Lehrer und Erzieher, sowie Vorerkrankte wie Diabetiker, Asthmapatienten, Übergewichtige oder HIV-Erkrankte. Ebenfalls zuletzt geimpft werden sollen Apotheker, Feuerwehrleute. Anschließend folgen die übrigen Unter-60-Jährigen.

Terminvergabe für die Corona-Impfung

Neben Personen, die der höchsten Prioritätsgruppe zugeordnet sind, können sich aktuell auch Menschen der Priorisierungsgruppe 2 impfen lassen. Wegen ihres Berufs sind zudem Ärzte, Pflegeberufe, teilweise Polizisten und auch Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie das Kitapersonal impfberechtigt.

Eine Anmeldung ist (in der Regel) telefonisch über die Hotlines 116 117 und 0611 / 505 92 888 oder online unter: impfterminservice.de möglich. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt weist allerdings in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die zentrale Terminvergabe für die Corona-Impfung über das Land Hessen läuft. Das Gesundheitsamt Frankfurt kann keine Termine vergeben und bittet dringend, von entsprechenden Anfragen abzusehen.

In eigener Sache dazu: Damit der Impftermin nicht zur Glücksache wird, möchten wir Ihnen kostenlos helfen – von der telefonischen Terminvereinbarung bis hin zum eigentlichen Termin. Mehr Infos dazu hier.

Gratis-Taxi zum Impftermin

Immerhin: Die Stadt Frankfurt zahlt für rund 30.000 Frankfurter*innen über 80 die Taxifahrt zur Festhalle und wieder zurück nach Hause. Auch eine Begleitperson darf mitfahren. Die Senior*innen können sich telefonisch unter 069 / 212 450 65 in der Zeit zwischen acht und 16 Uhr registrieren. Wer die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln antreten will, findet die nötigen Informationen hier.

Wer wegen der Verkehrssituation verspätet zum Termin erscheint, muss keine Angst haben, dass dieser verfällt. Darauf weist die Stadt Frankfurt ausdrücklich hin. Ein früheres Erscheinen sei auch nicht notwendig. Wer auf Nummer sichergehen will, sollte maximal 15 Minuten vor dem vereinbarten Termin dort erscheinen. So werden unnötige Schlangen vermieden – und Senior*innen müssen nicht lange in der Kälte vor der Halle warten.

Im Impfzentrum am Messegelände selber sollen in 43 Kabinen bis zu 4.000 Menschen täglich gepikst werden, sofern überhaupt ausreichend Impfstoff vorhanden ist. Rund 250 Mitarbeiter sind für einen reibungslosen Ablauf in der Halle zuständig. Betreiber ist das Rote Kreuz Frankfurt, das von der Messe und dem Gesundheitsamt unterstützt wird.

Kein Zugang für Impfwillige ohne Termin

Vor der Impfung gibt es ein aufklärendes Arztgespräch, anschließend die Möglichkeit sich zu erholen. Insgesamt dauert der Aufenthalt in der Halle rund eine Stunde, da nach der Impfung noch eine Ruhezeit von mindestens 15 bis 30 Minuten notwendig ist, um allergische Reaktionen auszuschließen. In einem Zwei-Schicht-System von sieben bis 22 Uhr wird an sieben Tagen pro Woche geimpft. Zum Termin darf eine Begleitperson mitkommen. Getränke werden nicht ausgegeben. Sie müssen bei Bedarf mitgebracht werden. Impfwillige ohne Termin erhalten keinen Zugang zum Impfzentrum.

„Dieses Impfzentrum ist ein Silberstreif am Horizont. Es verbreitet Hoffnung. Das ist gut – aber wir müssen aufpassen, dass Hoffnung nicht in Leichtsinn umschlägt. Noch ist nichts gewonnen. Es wird Monate dauern, bis eine Herdenimmunität erreicht ist“, so Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) in einer Mitteilung.

Nebenwirkungen nach der Impfung

Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe und die Furcht vor Nebenwirkungen will die Barmer durch weiterführende Informationen ausräumen. Daher hat die Krankenkasse die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung (FAQ) auf ihrer Homepage zusammengestellt. Am häufigsten wird demnach von Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Frösteln, Gelenkschmerzen, Fieber oder Schwellung der Einstichstelle nach der Impfung berichtet. Personen über 55 Jahren hätten Studien zufolge seltener Reaktionen als jüngere Personen. Die Reaktionen seien meist mild oder mäßig ausgeprägt. Begleiterscheinungen würden häufiger nach der zweiten Impfdosis auftreten.

Psychosoziale Beratungsangebote stark gefragt

Im Frankfurter Gesundheitsamt sind neben den Aufgaben im Bereich Pandemie und Organisation des Impfzentrums auch psychosoziale Beratungsangebote nachgefragt. In Kooperation mit der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie wurde daher beschlossen, die Erreichbarkeitszeiten des dortigen Krisentelefons auszubauen. Bis zum 31. März ist der telefonische Krisendienst unter 069 / 611 375 durchgängig von neun Uhr morgens bis ein Uhr nachts erreichbar, so die Stadtverwaltung Frankfurt.

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Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

 

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