Cell-Broadcast-System

Der Hoffnungsträger für ein effektives und krisensicheres Warnsystem. Cell Broadcast ist ein technisch sehr komplexes Warnmittel. Das Handy-Warnsystem soll am bundesweiten Warntag dem 8. Dezember 2022 seine Deutschland Premiere feiern. Am Warntag soll erstmals eine Testwarnmeldung in der höchsten Warnstufe versandt werden. Damit beginnt eine intensive, operative Testphase.

System

Das System ist international standartisiert und viele europäische Länder nutzen die Technik bereits seit Jahren. Aufgrund der Eigenschaften des Dienstes kann Cell Broadcast mobilfunkgestützte Lösungen ergänzen, da die Textnachrichten auch bei sonst ausgebuchter Funkzelle noch übertragen werden. Die Technologie setzt voraus, dass das Mobilfunknetz störungsfrei funktioniert und das Endgerät eingeschaltet ist.

Nachrichten

Anders als Warn-Apps erreicht es auch Menschen die kein Smartphone benutzen. Jedes Mobilfunkendgerät registriert sich automatisch in einer sogenannten Funkzelle, über die ein Netzempfang hergestellt wird. Der zentrale Verteiler einer Funkzelle kann dann in umgekehrter Richtung Warnmeldungen an alle Mobilfunkendgeräte versenden. Es werden nur Textnachrichten versendet aber keine Bilder oder Karten. Alle Nutzer*innen von Mobilfunktelefonen erhalten eine Mitteilung auf ihre Geräte, die aussieht wie eine SMS. Auch ausländische Mobilphones bekommen die Warnung, sobald sie sich im Katastrophengebiet aufhalten. Der Empfang der Warn-Nachricht löst bei höchster Alarmstufe eine Sirene auf Ihrem Handy aus. Diese Sirene hören Sie unabhängig von den Lautstärkeeinstellungen und auch wenn Ihr Handy stumm geschaltet ist.

Geräte

Foto: Pexels/math

Eine exakte Aussage zu allen empfangsbereiten Geräten ist aktuell nicht möglich, da viele Aspekte für die Empfangbarkeit eine Rolle spielen. Darunter fallen unter anderem: Betriebssystem (Android oder IOS) und Versionen, Gerätehersteller, Firmenhardware, Simkarte. Sobald seitens der Hersteller zuverlässige Informationen vorliegen, wird über den möglichen Empfängerkreis informiert werden.

Betreiber

Es wird erwartet, daß die Mobilfunkbetreiber bis zum Warntag eine Testversion zur Verfügung stellen. Bis Ende Februar 2023 haben die Netzbetreiber und Gerätehersteller Zeit für den Übergang in den Regelbetrieb. Die Kosten für die Einführung betragen ca. 40 Millionen Euro, Wartung und Betrieb des Systems übernimmt der Bund. Das Versenden von Nachrichten wird nicht vergütet. (JS)

Quellen: Spiegel.de, BBK, Chip.de

Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main.

 

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