Besuch im Pflegeheim – aber sicher

Aufgrund der Gefahr einer Corona-Infektion halten viele Bewohner*innen von Altenpflegeeinrichtungen nur sehr begrenzte Kontakte. Einsam sein sollen sie nicht.

Trotz Corona soll der Besuch in stationären Einrichtungen möglich sein. Ein Leitfaden für Pflegeeinrichtungen (Stand: Dezember 2020) bietet Hilfestellung bei der Entwicklung von Besuchskonzepten, den der Pflegebeauftragte der Bundesregierung gemeinsam mit dem Expertenrat des Robert Koch-Instituts (RKI) entwickelt hat.

Strenge Einhaltung der Hygieneregeln
In dem elfseitigen Papier werden bestehende Erfahrungen aus Einrichtungen in der Praxis zusammengefasst. Für Besuche in Pflegeeinrichtungen braucht es das konsequente Einhalten der bekannten AHA+L Regeln: Abstand, Händehygiene, Mund-Nasen-Schutz und Lüften. Demnach wird grundsätzlich Mund-Nasen-Schutz für alle Besucher und Personal empfohlen sowie für Bewohner, wenn sie in Gemeinschaftsräumen sind oder Kontakt zu anderen haben. Für Besucher, die attestiert keine Maske tragen müssen wird alternativ ein spezielles gut belüftetes Besucherzimmer mit Plexiglasscheiben zur Abtrennung genannt und ein Schnelltest vor dem Besuch.

Geschenke und Besucherboxen
Auch Fensterbesuche seien möglich, heißt es in der Handreichung. Manche Pflegeeinrichtungen haben dafür spezielle Besucherboxen von außen an das Gebäude gebaut: Besucher betreten dabei die Pflegeeinrichtung nicht und treffen die Bewohner, die innen sitzen, vor einer Plexiglasscheibe.

Keinen Zutritt zu Pflegeheimen sollen Besucher mit Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen haben, außer in Extremsituationen wie der Sterbebegleitung, heißt es weiter. Vor dem Zutritt sollten Erkältungssymptome abgefragt und Fieber gemessen werden. Ergänzend könne außerdem ein Schnelltest durchgeführt werden.

Besucherinnen und Besucher könnten bedenkenlos Geschenke mitbringen und ohne Zwischenlagerung übergeben, heißt es im Leitfaden. Das gelte auch für mitgebrachte und selbst gewaschene Wäsche. Den Einrichtungen wird außerdem empfohlen, Besucherlisten zu führen und Besuche mit Terminvergabe so zu takten, dass es nicht zu voll wird.

Handreichung Besuchskonzepte Pflegeeinrichtungen

 

Gefördert aus Mitteln der Stadt und des Jobcenters Frankfurt am Main.

 

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